Vor 20 Jahren: Letzte Fahrt von 38 205

Heute vor 20 Jahren hieß es Abschiednehmen vom sächsischen Rollwagen, der letzten betriebsfähigen sächsischen Normalspurdampflokomotive.

Am 28. März 1998 beförderte 38 205 ihren Abschiedssonderzug von Chemnitz Hbf über Niederwiesa, Hainichen und Roßwein in ihr langjähriges Heimat-Bw nach Nossen.  Am Haken war damals der noch vollständig vorhandene und einsatzfähige „Zwickauer Traditionszug“ der mit dem Rollwagen eine stilistisch passende Garnitur darstellte. Am darauffolgenden 29. März stand sie letztmalig in Bw Chemnitz- Hilbersdorf unter Dampf.

38 205 wurde 1910 unter der Fabriknummer 3387 von der Sächsische Maschinenfabrik vormals Richard Hartmann Chemnitz an die Königlich sächsische Staatsbahn geliefert. Nach den 2. Weltkrieg verblieb die Lokomotive in den sowjetisch besetzten Zonen. Nach Beheimatungen in Freiberg, Pockau-Lengefeld und Pirna gelangte sie 1962 zum Bahnbetriebswerk Nossen.  Nach ihrer Ausmusterung 1971 blieb 38 205 erhalten und wurde in den Tradionslokomotivpark der Deutschen Reichbahn aufgenommen und erhielt 1979 eine erneute Hauptuntersuchung.

Die diesjährige Saisoneröffnung im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf am 31. März 2018 steht unter dem Motto „20 Jahre Letzte Fahrt von 38 205“.

 

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